Schuld

Schuld

Wer oder Was ist schuld an dem was geschah und geschieht? Schuld ist einer der wirkungsvollsten Aspekte, um sich selbst und Andere zu bestrafen. Aber wann tritt Schuld ein und wie wirkt diese Schuld auf unser Leben?

Im Strafrecht wird man verurteilt, wenn man fahrlässig oder absichtlich zum Schaden von Anderen gehandelt hat. Dann kommt es zu einem Urteil eines Richters und zu einer Strafe auf monetärer Basis oder zu einer Bewährungs bzw. Freiheitsstrafe. Es braucht also einen Richter/in für einen Schuldspruch.

Im rein zwischenmenschlichen Bereich wird ebenso Schuld gesprochen. „Ich bin schuld, dass ….xy“ oder „du bist schuld an xy“. Im Strafrecht befreit das Abgelten der Schuld von dieser, im zwischenmenschlichen Bereich gilt ein Fremd/Eigenschuldspruch manchmal lebenslänglich.

„Du bist schuld daran, dass ich unglücklich bin“, gibt der beschuldigten Person die Macht über mein Glück, daran erkennt man schnell, dass es keine gute Idee ist, Jemanden die Schuld zu geben. „Ich bin schuld, dass du unglücklich bist“ versetzt die eigene Person in die Position der Macht über das Leben des Anderen. Nicht umsonst heißt es, wer die Schuld hat, hat die Macht.

Es ist eine Überlegung wert, ganz klar zu bestimmen, ob es sich um Schuld oder Verantwortung handelt, denn Schuld brauch einen richterlichen Schuldspruch, Verantwortung eine gutmachende Handlung.

 

 

Depression

Depression

Depression ist eine ernst zu nehmende Erkrankung. Auch wenn man kein Freund von Medikamenten ist, bedarf es dieser manchmal vorübergehend.

Es lohnt sich jedoch ein Blick auf den im Namen beschriebenen Druck, welcher durch Außen oder/und Innen generiert werden kann. Im Laufe der Jahre hat sich gezeigt, dass die äußeren Faktoren offensichtlich Einfluss haben, der resiliente Anteil der Psyche einen deutlich größeren.

In den asiatischen Kampfkünsten leitet man die Energie (z.B. Druck) von Außen um und verwandelt diesen in eigene Handlung. Gestaute, gebremste und blockierte Energie (Druck) von Innen lenkt man durch Atem und fliessende Bewegung, also in eine Innen – Außen Bewegung.

Ähnlich verhält es sich mit belastenden (eine Last tragenden) Gedanken und Gefühlen. Man fühlt sich, als wäre man beladen wie ein Lastenmaultier, welches Tag ein Tag aus alles auf seinem Rücken herum schleppt. Hätte das Maultier ein erweitertes Bewußtsein, würde ihm auffallen, dass er die Last eines Anderen trägt.

Die Lasten der Anderen müssen nicht zwingend jene sein, die von anderen Personen stammen. Es kann die Last der Vergangenheit sein oder die Last einer Sorge. Es kann sogar sein, dass man vergessen hat, wessen Last man trägt.

Eine De -pression sollte dazu verwendet werden, sich Bewusstheit darüber zu verschaffen, ob das Leben als „Lastenträger/in“ Zukunft haben soll. Es ist schon so manches Maultier beobachtet worden, wie es sich des Gepäcks auf seinem Rücken entledigt hat, im Galopp über das Gatter sprang und plötzlich erkannte, dass es kein Maultier, sondern ein wunderbares Pferd ist, dem die Welt offen steht.

 

Dein Wunsch

dein Wunsch

Wir wünschen uns so viel. Dies und Jenes soll doch bitte in Erfüllung gehen. Stellt sich die Frage, ob Wünschen automatisch zu Bekommen führt. Währe dies der Fall, hätten wir nicht nur immer was wir wünschen, sondern auch die mit dem erfüllten Wunsch verbundenen „Nebenwirkungen“.

Da Niemand ein absolut umfassendes Verständnis der Neben und Wechselwirkungen eines Ereignisses hat, wäre der globale Supergau vorprogrammiert. Schützenswerterweise funktionieren Wünsche also nur in systemtreuen Parametern, was uns zwar wahrscheinlich vom großen Lottogewinn abhält, jedoch vor unabsehbarem Schaden bewahrt. Unser innewohnendes Weltmodell (die Art wie wir denken, handeln und fühlen) lässt ohne „Optimierung“ nur Jenes zu, was mit unserem System kompatibel ist.

Um aus Wünschen Realität zu machen, braucht es also eine Systemerweiterung, sprich eine an bestimmten Positionen andere Lebenseinstellung. Wenn wir die Einstellung (z.B. Radiosenderwechsel führt zu anderer Musik) verändern, spielt das Leben eine andere Melodie und wir tanzen im übertragenen Sinn einen anderen Tanz.

Natürlich reicht es nicht, sich nur neue Musik anzuhören, um einen anderen Tanz zu tanzen, man muss schon aufstehen und sich neu bewegen. Hier liegt das Dilemma zu Grunde, denn die Meisten belassen es beim Hören und beschweren sich, dass sie den neuen Tanz nicht können. Es geht also um die folgerichte Handlung und nicht um das so tun als ob.

Wünsche euch eine aufregende Tanzstunde.

Wunder Punkt vs. Wunderpukt

Wunder Punkt vs. Wunderpukt

Vielleicht kennst du das. Mitten in einem scheinbar belanglosen Gespräch fällt ein Satz oder vielleicht nur ein Wort und es trifft dich mitten in´s Herz. Jemand oder Etwas hat deinen „wunden Punkt“ getroffen. Es scheint so, als wäre dieser Punkt durch eine unsichtbare Verbindung an eine früher Erfahrung gebunden und bringt ehemalige Emotionen und vielleicht sogar Bilder zum Vorschein.

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da hatte ich das Gefühl, von diesen Punkten übersät zu sein. Man konnte mich eigentlich nur verletzen, unabhängig davon, wie ein Satz gemeint war. Ich höre mich noch heute jammern und klagen, wie unsensibel die Menschen doch sind um dauernd auf mir herum zu trampeln. Außerdem war ich um den Zustand zu komplettieren, noch vom Pech verfolgt.

Das Leben war „wunder Punkt“ verseucht. Inzwischen haben sich die meisten wunden Punkte in Wunder Punkte verwandelt. Es geschah, als aufhörte zu urteilen und zu jammern. Wenn mir wieder ein Bote aus der Vergangenheit über den Weg lief, bin ich nicht mehr weggelaufen und habe nicht mehr drauf gehauen. Ich habe zugehört und begonnen zu erkennen, um was es wirklich geht. Mit jeder neuen „Wundbegegnung“ wurde ich heiler und die die Boten blieben lange genug, damit ich die ganze Botschaft verstand.

Ich möchte dich ermutigen, zu bleiben. Zu bleiben, wenn es weh tut und dem Schmerz nicht auszuweichen. Auf der anderen Seite des Schmerzes liegt das Wunder und es wartet darauf, umarmt zu werden.

Urteile

Urteile

Wer urteilt ist ein Richter. Ich möchte gar nicht zählen, wie oft wir unbewusst urteilen, ohne über die Folgen nachzudenken. Ungeahnte Folgen haben Selbstverurteilungen. Ein Urteil mit dem höchsten Richterspruch (ich Selbst) der da heißt “ ich bin nichts wert“ bedeutet ohnen „Begnadigung“ oder neu aufrollen des Prozess meist lebenslänglich.

In der Gefängniszelle „ich bin nichts wert“ ist man nicht in Einzelhaft, es sind Mitverurteilte anwesend, welche den Entwertungsprozess unterstützen, damit dieser auch lebenslang hält. Dazu kommt die entwürdigende Kommunikation der Wärter, welche der Überzeugung dient, dass die Strafe schon berechtig ist.

Wärter und Mitgefangene sind Menschen & Umstände in unserem Umfeld, welche gut zu unserem Lebenssystem passen und dieses ständig stabilisieren. Manchmal muss man parallel zur Revision des Urteils auch die Protagonisten überprüfen. Es könnte sein, dass diese mehr Interesse daran haben, dass alles so bleibt wie es ist, als hilfreich zu sein, sich von der Gefängniszelle zu befreien.

Die Sucht nach dem unglücklich Sein

unglücklich

„geht´s dir gut“? – „na, ja, es geht so“! – „was fehlt dir denn, du bist gesund, hast eine tolle Familie und einen super Job“! „weiß auch nicht, ich fühle mich nicht wirklich glücklich“!

Diese Dialoge gibt zu Hauf. Obwohl scheinbar dem Glück nicht im Wege steht stellt es sich gefühlt nicht ein. Gründe gibt es viele, wie kein Ziel zu haben, die täglichen Routinen usw..

Wie kommt es jedoch, dass auch Menschen in finanzieller Unabhängigkeit, an Orten lebend, welche wir Traumorte nennen, sich trotzdem nicht glücklich fühlen? Glück ist ein Gefühlszustand, der mit den passenden Neurotransmittern im Gehirn einher geht. Diese werden jedoch nicht automatisch produziert, es braucht die achtsame Bewußtheit über die anwesenden Glücksfaktoren. Das bedeutet, glücklich Sein muss gemacht werden, unglücklich sein geht von alleine.

Wenn sich der Mensch nicht selbst informiert, dass er sich in einem Glücksmoment befindet, gehen diese Momente unbewertet vorüber und werden zur Routine, wie andere Aspekte auch. Weil ein Leben ohne tiefe Gefühle jedoch schwer erträglich ist, „greift“ man unbewusst zum Zustand unglücklich, damit überhaupt bewegende Gefühle empfunden werden können.

Es gilt also die „Sucht“ zu verlagern und Alles und Jeden zu verdächtigen, dass es/er/sie uns glücklich machen wollen.

Viel Spaß dabei.

Wissen ist Beschränkung.

Wissen

Was für eine „beschränkte“ Aussage. Wir wissen doch alle, dass uns Wissen bereichert.

Was ist jedoch, wenn wir immer das selbe Wissen anwenden, um unser Leben zu leben? Wenn unser Wissen auf Autopilot läuft und wir uns wundern, dass wir im Leben nicht vorwärts kommen, sondern den selben Tag immer und immer wieder erleben?

Dann ist unser Wissen zur Blockade geworden. Das selbe Wissen – die selben Gedanken – die selben Gedanken – die selben Gefühle, die selben Gefühle…….! Um den nächsten Fortschritt zu gestalten brauchen wir den Zustand eines leeren Blattes, mit einer neuen Geschichte, mit neuem Wissen, so wie ein Kind etwas neues lernt. Neugier und Begeisterung mit Aufregeung gepaart für eine neue Sache, neue Gedanken, neue Gefühle und neue Ergebnisse.

Die Tage werden anders, das Leben auch.

Sklave der Wertschätzung

Wertschätzung

Wertschätzung, wer findet denn Wertschätzung nicht positiv? Wertschätzung verliert dann seinen positiven Aspekt, wenn eine Abhängigkeit davon entsteht.

Solange anerkennende Worte und Gesten getragen werden wie ein angenehmes Kleidungsstück, entsteht ein gutes Gefühl. Es steht einem frei es zu tragen, wann es passend ist.

Brauche ich jedoch immer neue Kleider der Wertschätzung, weil ich mich sonst „nackt“ fühle, ist eine Abhängigkeit gegenüber dem „Wertschätzer“ entstanden. Wie bei einem Suchtstoff muss die Dosis erhöht werden, bis es zur Bedürftigkeit führt anerkannt, gelobt oder wenigstens getatadelt zu werden. Das „Heilmittel“ ist, sich selbst anzunehmen, inclusive aller scheinbaren Unvollkommenheit.

Selbstliebe – das Tor zur universellen Liebe

Selbstliebe

„liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, heißt es in einer berühmten Schrift. Wenn wir diesen Satz einmal spiegeln (liebe dich selbst wie deinen Nächsten), dann fällt auf, dass das Eine das Andere bedingt. Es ist nachvollziehbar, dass der Rahmen der eigenen Liebesmöglichkeit das Maß der Gesamtmöglichkeit limitiert.

Nun mag der Ein oder Andere vielleicht sagen, dass es ganz anders sei. Man könne sich zwar nicht selbst lieben, aber für Andere habe man ein großes Herz. Dies zeigt wohl das Potential, jedoch nicht die tatsächliche Wirklichkeit. Mutter Theresa hat alles getan, um Gott zu gefallen und ihre ganze Liebe Jenem gegeben. Und doch schrieb sie immer wieder in ihr Tage buch – Gott liebt mich nicht, was muss ich noch tun?

Liebe kann man nicht tauschen indem man Andere liebt, sich selbst jedoch vernachlässigt. Es ist dann ein spüren von Liebe durch den Anderen. Wenn einem bewußt wird, dass man auch die Liebe durch den anderen Menschen oder das geliebte Tier nur empfinden kann, weil Liebe in einem selbst ist, gelingt der erste Schritt in die eigene Liebe. Oft ist es das Haustier, das uns zeigt, wozu wir liebend fähig sind, da einem Tier selten Absicht hinter Handlungen unterstellt werden.

Es gibt sie nicht, die Angst vor Ablehnung, vor Enttäuschung, wie wir es bei Menschen kennen. Wenn wir also Liebe wahrnehmen für Tiere, Pflanzen, Sonnenuntergänge oder Meeresrauschen, sind dies immer wir selbst. Es ist die Liebe in uns und durch uns.

Wir Alle sind Liebende.

 

Sei selbst wirksam

sei selbst wirksam

Es ist wunderbar, wenn man hilfreiche Hände um sich hat. Und doch gibt es Aspekte, um die man sich selbst kümmern muss. Entschuldigungen zählen dazu. Liebeserklärungen ebenso. Insbesondere sind es Lebensentscheidungen, die wir selbst treffen müssen, wollen wir verhindern, dass wir jemand anderen die Schuld für den „falschen“ Weg zuschreiben.